Artikel von Christel Zank


Samstag 06.08.2005 14.00 Uhr

Hedge Fond

Woher kommt der Name?

Hedge - bedeutet Einfriedung Hecke. So ist er nach außen abgeschirmt. In England war er !949 gegründet worden. Alfred Winslow Jones - heißt der Manager der diesen Fond gründete Er kaufte Anlagen unter dem Wert. Wie er sie verkaufte, damit Gewinn erzielt wurde, das ist auch heute noch so. Der US Hedge Fond wurde 1987 gestartet, John Blind, Mitbegründer von APT.

Die Mehrheit der Hedge Fonds sind ihrer Rechtsform nach entweder Kommanditgesellschaften nach US-amerikanischem Recht oder Offshore-Aktiengesellschaften.

So arbeitet das Management des Hedge Fond

(Zitat aus Börsennotruf)
„Auf fallende Kurse wetten:
Der Fondmanager betätigt sich als Short Seller (Leerverkäufer), d.h. er verkauft geliehene Aktien oder Anleihen um sie später wieder billiger zurückzukaufen. Steigen allerdings die Kurse unerwartet schnell, läuft er dem Kurs hinterher.
Er kann auch mit einer Put Option auf sinkende Kurse setzen. D.h. fällt während der Laufzeit der Basiswerte, gewinnt der Optionsschein an Wert. Auch hier hat er die Möglichkeit, selbst bei fallenden Kursen Gewinne zu erzielen.
Auf steigende Kurse wetten:
Über Call Optionen kann der Hedge Fond-Manager auf steigende Kurse setzen und besonders über den Optionsscheinhebel hohe Gewinne einzufahren. D.h. steigt während der Laufzeit der Basiswert, gewinnt der Optionsschein an Wert. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals muss beim Optionsscheinhandel jedoch immer mit einkalkuliert werden.“

Was stellt der Hedge Fond dar?

- In Beiträgen, die in unserem offenen Forum stehen ist es nachzulesen.

14. Juli 2005
Merz (CDU) hat es geschafft
Aufsichtsrat der Börse Hat sich neu formiert
Die TAZ meldet heute, das der Hedge Fond nun auch an der Börse gesiegt hat. Sie haben einen Sitz im Aufsichtsrat der Börse in Frankfurt. Sie melden weiter - Dass Friedrich Merz CDU Politiker einen Sitz im Aufsichtsrat hat. Zitat aus der TAZ -
„Die Bosse der angelsächsischen Hedge Fonds, die sich in die Deutsche Börse AG eingekauft haben, gehen als Sieger aus dem Machtkampf mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat des prosperierenden Unternehmens hervor. Seit gestern sitzen ihre Vertreter neu im Aufsichtsrat. Es sind der CDU-Politiker Friedrich Merz, der Exinvestmentbanker Kurt Viermetz, der ehemalige Goldman-Sachs-Manager Richard Hayden und der frühere WestLB-Vorstand Gerhard Roggemann. Die vier wurden am Dienstag vom Amtsgericht in Frankfurt am Main auf Antrag des "alten" Aufsichtsrates bestellt."

31. Mai 2005
Hedge Fond - “Heuschrecken” bedrohen die Volkswirtschaft
800 Millionen Jahresverdienst verzeichnen die Manager dieses Fonds für sich. Das betrifft aber nur die sogenannten “Großen Tiere. für Kleinaktionäre trifft das nicht zu.
Der Fond macht Werbung für sich in mehreren großen Zeitungen. Diese Werbung wird von der DVAG geschaltet. Sie verdienen wohl nicht genug - “die armen Manager” - es muss mehr werden. Da sind die kleinen Anleger gefragt, die bringen das unkontrollierte Geld.
Wie lange gibt es diesen Fond?
Den Fond gibt es schon länger. Report Mainz sagt 2003 - Finanzminister Eichel wird den Hedge Fond in Deutschland zulassen. Prof. W.Filc (Uni Trier) warnt in dieser Sendung vor dem Hedge Fond. “... das bleibt nicht im Bereich der Finanzmärkte stecken, sonder kann überschlagen auf Arbeitsmärkte, auf Unternehmen, kann zu Insolvenzen führen und zu Arbeitslosigkeit.”
Seit 2004 ist der Hedge Fond auch in Deutschland zugelassen. Das Gesetz hierzu wurde von Eichel am 1. Januar 2004 - Investmentmodernisierungsgesetz - in Kraft gesetzt.
Was stellt der Hedge Fond dar?
Dieser Fond stammt ursprünglich von den Engländern. Für die Anleger, hauptsächlich Großanleger, wirft er zur Zeit gute Rendite ab. Aber was bedeutet es für die Arbeiter und Angestellten?
Wenn eine Insolvenz oder eine Schließung eines Betriebes bevorsteht, haben sehr oft ein oder mehrere Manager des Hedge Fond die Finger im Spiel. Beispiel eines Kaufs (in einfachen Worten, dass jeder diesen Fond versteht) -

Von 100% Kaufsumme bezahlen das Management 30%. Für die restlichen 70 % nehmen sie einen Kredit bei einer Bank auf. Die Arbeiterzahl wird auf ein Minimum gesenkt. Den Kredit und die notdürftigen Erneuerungen des Betriebes, sprich Reparaturen sowie die Gehälter für die Manager müssen diese Arbeiter erwirtschaften. Wenn die Belegschaft es nicht schafft, diesen Teil zu erwirtschaften, müssen Billigarbeiter her. Arbeiter müssen für einen geringeren Lohn arbeiten oder werden entlassen.
Die Manager jonglieren mit dem Hedge Fond. Sie überfordern so manches Mal den Fond, indem sie mehr ausgeben, als sie einnehmen. Das Eigenkapital nimmt ab und wird, damit es Rendite bringt, von den Managen überansprucht. Ein Betrieb, der keine Rendite bringt, wird verkauft. Arbeiter werden , wie es so schön von den Gewerkschaftern heißt, frei gesetzt. Kurz gesagt, sie werden arbeitslos.
Warnung vor diesem Fond -
Es wird gefordert, dass dieser Fond mehr kontrolliert wird. Die CDU und die FDP lehnen eine Regulierung - Kontrolle des Hedege Fond ab. Ich denke, dass die Heuschrecken von Müntefering auf diesen Fond besonders abzielen. Es wird vor solchen aggressiven Managern gewarnt. Sie wenden die Unehrlichkeit und die Ellenbogenmentalität - Rücksichtslosigkeit - an.
Die deutsche Börse will sich bei der Strategie dieses Fond nicht einmischen. (- laut Aussage Finanzial Times vom 30.05.2005)
Kann man so der Zukunft noch trauen? Es wird die aggressive Sklaverei im moderneren Stil wieder aufgenommen. Sie werden mehre Jobs für ihren Unterhalt aufnehmen müssen, falls vorhamden

30. Juni 2005
Leider Gegenwart
Es geht wieder einmal um den HEDGE FOND. Das Manager Magazin schrieb im Heft 6, Seite 64 dass die Angst in deutschen Chefetagen umgeht.
In Deutschland dürfte der Name Paul Singer in den Chefetagen und überhaupt ziemlich unbekannt sein. Er leitet die Firma - Elliot Associates. Den Engländern ist sie als sehr aggressiv bekannt und das Wörtchen Angst steht ihr sehr nahe. Elliot drängt andere Firmen in den Konkurs (wie andere Hedge Fonds auch) und wenn das Management nicht so mitmacht, wie es seine Firma will, werden die leitenden Angestellten einfach entlassen. Bald wird auch der Name Paul Singer in Deutschland bekannt. Deutschland ist für diese Firma ein leichtes Spielfeld. Hat doch der Finanzminister trotz Warnung dem Hedge Fond so wie auch dieser Firma von Paul Singer alle Türen geöffnet. Viele Firmen sind auf ausländischem Geld angewiesen. Wie die Firma des Hedge Fond auch heißen mag, sie machen professionell Firmen kaputt, ob groß oder klein, Hauptsache sie verspricht einen hohen Gewinn. Man sieht es an Grohe. Zeigt der Hedge Fond Interesse an einem Betrieb kauft er einige Aktien -ein Paket zwischen 5 und 10 % - und ist dann schon tonangebender Anteilseigner. Der Hedge Fond mischt mit. Haben sie doch einen Fuß in der Tür.
Ausländisches Kapital spielt in den meisten Betrieben eine große Rolle. Unsere Politik macht es ja auch noch einfacher, dass ausländisches Kapital auf den Markt kommt, ja es wird geradezu gefördert. Es betrifft hier alle Parteien. Alle klagen, dass es zu wenig ausländische Investoren gäbe. Am aggressivsten sind die Hedge Fonds, die aus England und USA kommen. Namen der Fonds, die zum Hedge Fond gehören - Elliot; Perry Capital; Stark Investment; Cerberus, Citadel; Angelo Gorden - die Firmennamen sind nicht vollständig. In Deutschland leitet Ansgar Zwick den US-Fond.
Wie es einer Firma und den Arbeitern ergeht, die dem Hedegefond erliegt, ist bekannt

- Was bedeutet der Hedge Fond?

Ich versuche es einmal darzustellen mit einfachen Worten, die jeder verstehen dürfte. Obwohl es nirgends steht, stellt der Hedge Fond - vielmehr der Leiter des Fond in Amerika -, einen Machtfaktor für alle Länder da. Dieser Fond, hinter dem ja Menschen, noch besser - ein
Mensch - steht, wie in vielen Medien zu lesen und zu hören ist, ist er sehr aggressiv. Der oberste Manager heißt Edward Lampert (ESL Investment) er erhielt im Jahr 2004 $1.02 Mrd. und gehört zu den ersten Zehn des Fond. Die nächsten neun erhielten zwischen 670 und 205 Mio. US $. Kann man soviel Geld verdienen?
Aber weiter - Dieser Fond sorgte dafür, dass die Wirtschaft in Brasilien “kein Bein auf die Erde bekam”. Das der Yen in Japan an Wirtschaftskraft verlor und somit den Amerikanern nicht mehr gefährlich werden konnte. Der Hedge Fond genießt Freiheiten, die keine Aktie und kein anderer Fond genießt. Die Vize-Vorsitzenden von CDU und FDP, Rüttgers und Pinkwart, lehnten im Mai 2005 neue Maßnahmen gegen den Hedge Fond strikt ab. - ARD - Börse schreibt über den Hedge Fonds
„Investmentfonds, die bezüglich ihrer Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Beschränkungen unterliegen. Hedge Fonds bieten die Chance auf eine sehr hohe Rendite, bergen aber auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlusts in sich. In erster Linie versuchen Hedge Fonds
Marktineffizienzen aufzudecken, sich entsprechend zu positionieren und bei Korrektur der "falschen Marktpreise" dann die Gewinne einzustreichen„. Hedge Fonds sind eine eigene Kategorie von Anlagen mit der Chance auf ganz besondere Entwicklung. Die Strategie des Fond:

           • Ein Manager kauft beispielsweise an einer Börse kurzfristig unterbewertete Aktien oder Wertpapiere, um sie gleichzeitig an            einem anderenHandelsplatz zu einem höheren Kurs zu veräußern. Das dann zu einem überhöhtem Wert. Zu diesem überhöhten           Wert sorgte dann der Fond.

Die SPD hat die Arbeit der Manager des Hedge Fond unterbewertet und dem CDU-Politiker Friedrich Merz, dem Exinvestmentbanker Kurt Viermetz, dem ehemalige Goldman-Sachs-Manager Richard Hayden und dem frühere WestLB-Vorstand Gerhard Roggemann den Weg geebnet, ja sogar unwissend den Ausverkauf vorbereitet. Diese neuen Manager des Fond haben ihr Schäflein im „Trockenen“. Es vergeht kaum ein Woche, an dem es nichts neues über diesen Fond zu lesen oder zu berichten gibt. Bei diesem Link kann man noch mehr über den Hedge Fond erfahren

http://www.info-investmentvergleiche.de/informationen-hedge-fonds/hedge-fonds-fachbegriffe.html

Mittwoch 24.08.2005 16.15 Uhr

2. Teil

Ich wurde in der letzten Zeit auch schon oft gefragt, ob ich nun eine Experte über den Hedg-Fond werden möchte. Dazu kann ich nur nein sagen. Aber warnen kann man doch vor den Hedge-Fond. Er ist nun einmal sehr aggressiv. Die an der Spitze dieses Fond stehen (Menschen kann man diese - wohl nicht mehr nennen) haben keine der Kardinaltugenden mehr. Die Tugenden sind ihnen irgendwo abhanden gekommen. Viele eifern ihnen nach. Können die sich noch frei bewegen? Ich habe leider kein Bild von denen, die das meiste Geld gescheffelt haben. Heute gibt es wieder etwas über den Hedge-Fond zu berichten. In den letzten Tagen las ich, dass sehr viel Geld mit den Aktien ins Ausland geflossen ist. Ich konnte dann auch in den letzten Tagen die Meldung lesen: Hedge-Fonds machen Druck und der Smart soll sterben. “Gut was geht es uns an” werden einige sagen. Sie haben das Geld nicht um sich in diesen Fond einzukaufen. Mit den Wenigen Anteilen, die sie auch erwerben können? Da müssten sich schon mehr zusammentun und dem Fond eine Front zu bieten. Sie wissen ja wie dieser Fond arbeitet. Im ersten Beitrag können sie es lesen. Eine neue Nachricht kam dann von FOCUS. Die Commerzbank verkauft Anteile. Hedge-Fonds greifen zu und Britische Hedge-Fonds haben offenbar Anteile an der Commerzbank aufgekauft. Vor Tagen rechnete schon der Vorstand mit einer Übernahme. Das alles spielt sich nicht erst seit gestern und heute ab. Eine Zeitung schreibt von Hypo, Commerzbank & Co. Auch bei der Hypobank mischt nun der Hedge-Fond mit. Der Nervenkitzel wird leider von vielen, die mit Geld spielen, geliebt. Man könnte es auch pervers nennen. Aber hier trifft es zu - jedem Tierchen sein Pläsierchen -. Diese Menschen verlieren und gewinnen Geld - etwas anderes nicht. Der Hedge-Fond wirbt in den verschiedensten Zeitungen für sich. Er hat auch Tochterfirmen, die sich bei dem Fond gut aufgehoben fühlen. Der Unterschied zu den anderen Fonds besteht auch darin, dass Fondsmanager sich die Wertpapiere bei anderen Großaktionären gegen eine Gebühr ausleiht. Kurze Zeit später verkauft der Großaktionär die Papiere wieder. Dadurch entsteht ein Kursdruck: Der Preis der Papiere sinkt. Nun werden diese Papiere (Aktien) zum niedrigen Preis wieder angekauft und dem Entleiher wieder zurückgegeben. FOCUS schreibt dazu

Die Verwalter des Hedge-Fonds kaufen nun die Aktien zum niedrigeren Preis wieder an und geben sie an den Entleiher zurück. Die Spanne zwischen Verkauf und Kauf streicht der Hedge-Fonds als Gewinn ein. Im Prinzip handelt es sich also um eine Wette auf fallende Kurse: Steigen die Kurse, macht der Hedge-Fonds einen Verlust.

Wenn der Fondanleger das Spiel verliert, dann ist er eben in das Visier des Hedge-Fonds geraten. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf sieht die Anleger, wegen des hohen Risikos, gefährdet. Markus Straub, stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) in München, kann diese pauschale Kritik nicht teilen. „Der Ruf des Hedge-Fonds sei schlechter als er tatsächlich sei.“ Dorothea Kleine, Referentin der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin, empfiehlt Hedge-Fonds lediglich versierten Anlegern .“ Als Altersvorsorge oder für das langfristige Sparen seien Hedge-Fonds völlig ungeeignet.

Kleinanleger werden vor diesem Fond von allen Seiten gewarnt. Dieser Fond sollte den großen Spielern vorbehalten bleiben. Leider trifft es immer wieder auch den einfachen Arbeiter in den Auswirkungen.

Christel Zank

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