Freitag 07.10.2005 17.00 Uhr

AWD-Aktie bricht zweistellig ein

Der Finanzdienstleister AWD hat nach vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr herausgegeben. Die Aktie verliert in der Spitze 20 Prozent. Konkurrent MLP sieht das eigene Geschäft positiv.

Hannover - AWD hat wegen einer schwachen Nachfrage seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Eine Entwicklung wie 2004 sei aufgrund der derzeitigen Marktlage kaum realisierbar, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hannover mit. Im vergangenen Jahr hatte AWD einen Umsatz von 716 Millionen Euro ausgewiesen.

Schlechte Nachrichten: AWD korrigiert seine Erwartungen Die im MDax notierte AWD-Aktie verlor aufgrund der Gewinnwarnung in den ersten Handelsminuten fast 20 Prozent auf 25,60 Euro, konnte die Verluste im weiteren Handelsverlauf des Vormittags dann aber auf rund 13 Prozent begrenzen.

Allein im dritten Quartal sei der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 142 Millionen Euro zurückgegangen, teilte AWD mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuer sei von 17,2 Millionen Euro auf rund eine Million Euro gesunken. Die als Reaktion auf die schwache Nachfrage gestarteten Investitionen in Vertrieb, Schulung und Marketing hätten den Ertrag zusätzlich belastet.


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Freitag 23.09.2005 15.00 Uhr

Eine andere Art der Prohibition oder nur ein Akt der Hilflosigkeit?

Hier ein Auszug aus einem Artikel über die Zeit der Prohibition vom 16.01.1920 bis zum 05.12.1933 in den USA. Allerdings gib es ja bei uns kein Verbot und die Gründe sind anderer Art, aber die Maßnahme zwingt zumindest einen Teil der Raucher, sich andere Versorgungsquellen zu erschließen.

Groß waren allerdings die sozialen Kosten des Verbotes. Dessen Durchführung verursachte Ausgaben und die illegalen Händler traten an Stelle der legalen. Natürlich hat sich das Gangstertum auf diese Geldquelle gestützt und ist daran gewachsen. Mit der erneuten Legalisierung des Alkohols wurden auch die Gewinne wieder legal. Mit einem Streich war das Alkoholgeld gewaschen. Die Gangster sind heute nur zu einem Teil auf illegale Geldquellen angewiesen. Wenn sie sich breit machen, nennt man sie Immobilienhaie und Aktienspekulanten. Geht es dann schief, so werden sie im Fernsehen via "Aktenzeichen XY" gesucht, geht es gut, so kommen sie in das Parlament oder sogar in die Regierung...

Die Mafia und andere Gaunersyndikate haben während der Prohibition mit Duldung durch Behörden und mit Unterstützung der Alkoholproduzenten riesige Gewinne gescheffelt. Entstanden ist das organisierte Verbrechertum aber nicht wegen der Prohibition, es hat sich dank der Prohibition besser ausdehnen können. Die Prohibition hat zu einer Verlotterung der Rechtssicherheit geführt. In Gebieten, wo ein Verfassungsgrundsatz missachtet wird, stoßen auch die anderen Rechtsgrundsätze nicht auf große Achtung.


In den letzten 3 Jahren ist die Tabaksteuer 3x erhöht worden. Die Folge ist ein Rückgang der Produktion seit 2003 von 132 Milliarden Einheiten auf ca. 111 Milliarden und für dieses Jahr wird er auf ca. 93 Milliarden Einheiten geschätzt.

Wenn man die Angelegenheit nüchtern betrachtet, kommt man zu folgendem Ergebnis:

Das Ziel der Bundesregierung von Steuer Mehreinnahmen wurde nicht erreicht. Der versteuerte Konsum ist zurückgegangen gleichzeitig der illegale sowie legale Einkauf (in anderen Ländern) angestiegen und hat sich angeglichen, dadurch hat sich auch gesundheitspolitisch nichts getan, denn ohne Frage ist Rauchen gesundheitsschädlich, aber dies war ohnehin nicht der Sinn und Zweck der Maßnahme.

Durch den illegalen Erwerb von Zigaretten erhöht sich zwangsläufig die Kriminalitätsrate und bindet Kräfte von Polizei und Zoll.

Es ist absehbar, dass in Zukunft die Produktion in Deutschland eingeschränkt wird und somit weitere Arbeitsplätze freigesetzt werden.

So etwas bezeichnet man als eine Null Summen Rechnung und man kann sich nach dem Sinn einer solchen Maßnahme fragen. Außerdem wirft das wieder die Frage von fehlenden Fachleuten und fehlendem Fachwissen in der Politik auf.


Beitrag von W. K.

Mittwoch 21.08.2005 18.30 Uhr

Schlechte Führung

Amerikanische Gerichte greifen gegen kriminelle Manager immer härter durch. Nun müssen die Tyco-Manager Dennis Kozlowski und Mark Swartz für 25 Jahre hinter Gitter

Dennis Kozlowski und Mark Swartz sollten sich in den nächsten Jahren möglichst besser benehmen als während ihrer Zeit als Unternehmenslenker eines Konzerns mit 40 Mrd. Dollar Umsatz. Tun sie das nicht, müssen der ehemalige Vorstandschef des US-Mischkonzerns Tyco und der Ex-Finanzvorstand ein Vierteljahrhundert hinter Gittern verbringen. Führen sie sich jedoch gut, können sie immerhin nach einem Drittel der Zeit mit der Freilassung rechnen.

Am Montag sind die beiden Top-Manager von einem New Yorker Gericht wegen Unternehmensbetrugs zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb bis 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden und in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Höchststrafe von 30 Jahren gefordert. Der Bitte der Angeklagten um ein mildes Urteil kam Richter Michael Obus nicht nach, dennoch nahmen Kozlowski und Swartz das Urteil gefaßt auf.


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Mittwoch 21.08.2005 18.30 Uhr

Verbände fordern Regierungsbildung unter Merkel

Appell an Parteien für schnelle Einigung

Berlin - Spitzenverbände der Wirtschaft haben sich nach dem unklaren Ergebnis der Bundestagswahl dafür ausgesprochen, daß Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel die nächste Bundesregierung bildet. Sie appellierten erneut an die Parteien, schnell eine stabile Koalition zu bilden. Eine Koalitionsempfehlung wollten die Verbände nicht abgeben. Unter den Unternehmensberatern allerdings favorisieren die meisten einer Umfrage zufolge ein Bündnis aus Union, FDP und Grünen.

"Weil CDU und CSU zusammen die stärkste Fraktion im Bundestag stellen, hat Frau Merkel eindeutig den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen", sagte der Präsident des Handwerksverbandes ZDH, Otto Kentzler. Daß Bundeskanzler Gerhard Schröder am Wahlabend den Anspruch auf Regierungsbildung erhoben hat, stellt in Kentzlers Augen "das Wahlergebnis auf den Kopf und widerspricht den demokratischen Gepflogenheiten". Er könne nicht verstehen, weshalb die SPD nun versuche, CDU und CSU als zwei getrennte Parteien darzustellen, sagte Kentzler.


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Montag 19.09.2005 01.00 Uhr

Einer der Hauptverdächtigen im Korruptionsskandal beim Möbelhaus Ikea hat Selbstmord begangen.

Der 56-jährige leitende Angestellte erhängte sich mit Hilfe seines Gürtels am Zellenfenster.

Der Hauptbeschuldigte im Schmiergeld-Skandal beim schwedischen Möbelhaus Ikea hat sich in seiner Gefängniszelle erhängt. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Dem 56 Jahre alten Bauleiter der deutschen Ikea-Zentrale in Wallau bei Wiesbaden waren Bestechlichkeit und Untreue vorgeworfen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt hinterlässt der Mann eine Ehefrau und eine erwachsene Tochter.

Mehr als zwei Millionen Euro Schaden Wegen des Korruptionsskandals sitzen noch ein anderer Ikea- Bauleiter und zwei Bereichsleiter einer Baufirma in Untersuchungshaft. Ein weiterer, ursprünglich inhaftierter Beschuldigter war in Nordrhein-Westfalen auf freien Fuß gesetzt worden. Insgesamt gibt es laut der Frankfurter Staatsanwaltschaft rund 20 Verdächtige. In der Sache hatte es auch am Freitag neue Vernehmungen gegeben.


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Dienstag 16.08.2005 15.30 Uhr

Bundeskartellamt verhängt 130 Mio. Euro Bußgeld gegen Industrieversicherer

Das Bundeskartellamt in Bonn hat im Kartellverfahren gegen Industrieversicherer Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 130 Mio. Euro gegen zehn Versicherungsunternehmen sowie betroffene Vorstandsmitglieder dieser Unternehmen verhängt. Mit weiteren Bußgeldbescheiden gegen andere Versicherer ist im Sommer dieses Jahres zu rechnen. Der Kartellrechtsverstoß betraf bundesweit und branchenübergreifend vor allem den Bereich der industriellen Sachversicherung (Feuer-, Feuer-Betriebsunterbrechungs-, EC- und All-Risk-Versicherung sowie Technische Versicherung), ferner die Transport- und die Gebäude-/ Monopol-Versicherung. Nach den Feststellungen des Bundeskartellamtes haben sich die betreffenden Versicherer seit Mitte 1999 abgesprochen, den zum damaligen Zeitpunkt bestehenden intensiven Prämien- und Bedingungswettbewerb zu beenden, um eine Marktwende herbeizuführen. Folgenden zehn Unternehmen wurden Bußgeldbescheide zugestellt:

Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft AXA Versicherung AG Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Aachener und Münchener Versicherung Gothaer Allgemeine Versicherung AG Mannheimer Versicherung Aktiengesellschaft R + V Allgemeine Versicherung AG Victoria Versicherung AG Württembergische Versicherung AG


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Donnerstag 08.09.2005 23.00 Uhr

Bildung und Forschung eine Investition in die Zukunft ?

In jedem anderen Industrieland ja, bei uns nicht.

Beispiel USA. 50 % der Wissenschaftler die forschen kommen aus dem Ausland, sonst wären die USA in der Forschung und Entwicklung nur Mittelmaß.

In England ist es ähnlich.

Die älteste Universität der USA ist Die Harvard University mit ca. 10.000 Beschäftigten, 19.000 bis 20.000 Studenten, einem Haushalt von 2,6 Milliarden Dollar jährlich, einem Stiftungsvermögen von ca. 25 Milliarden Dollar und 41 (Stand 2004) Nobelpreisen.

Die ehemaligen vergessen ihre Herkunft nicht, daher das hohe Stiftungsvermögen das zum großen Teil aus deren Spenden stammt.

Allerdings müssen die Studenten, die kein Stipendium erhalten, mit jährlichen Studiengebühren von ca. 40.000 Dollar rechnen.

Zur Universität Harvard gehören u. a. Fakultäten für Geistes- und Naturwissenschaften, Zahnmedizin, Theologie, Pädagogik, Recht und Medizin. Außerdem sind Institute angegliedert, die spezielle Studiengänge etwa für Ostasienstudien oder Russlandstudien anbieten.

Philosophen, Theologen, viele US-Präsidenten kommen von dieser Elite Universität.

Wir haben nichts, verhältnismäßig, vergleichbares dagegenzusetzen.

In unseren Universitäten entscheiden die Professoren über die Forschung, viele Forscher finden keine akzeptablen Arbeitsbedingungen vor und von unabhängiger Forschung kann schon gar keine Rede sein, daher kann es nicht verwunderlich sein, dass viele Forscher abwandern, vorzugsweise in die USA, weil sie dort perfekte Arbeitsbedingungen vorfinden.

Hier ein lesenswerter Artikel aus dem Jahr 2004 dazu:

Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen Anhörung im Bundestags-Ausschuss für Bildung und Forschung Link: http://www.berlinews.de/archiv-2004/2014.shtml

Unsere Bildungsstätten sind marode (gebäudemäßig). Klassen von 35-40 Schülern sind keine Seltenheit sondern die Regel. Es fehlen Lehrkräfte, Vorschulen, Kindertagesstätten und die Diskussion über Ganztagsschulen wir schon endlos lange ohne Ergebnis geführt. Da das Bildungssystem in der Verantwortung der Bundesländer liegt, müssen immer wieder Kompromisse (von denen manche mehr als faul sind) gefunden werden.

Das alles wird auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen und unserer aller Zukunft ausgetragen und die Masse der Bevölkerung sieht tatenlos zu, als ob alle paralysiert wären. Es wird wieder einmal zu oft auf die Politik vertraut. die auf diesem Gebiet schon seit langer Zeit versagt hat.

Bildung und Forschung ist für unsere Zukunft lebens- ja überlebenswichtig, was jetzt versäumt wird kann nicht mehr nach- oder aufgeholt werden. Vielleicht sind wir tatsächlich schon auf dem Weg in eine Bananenrepublik, aber das meine ich jetzt nicht im politischen Sinn.


Beitrag von W. K.

Samstag 27.08.2005 00.45 Uhr

Ist Lobbyismus eigentlich gefährlich?

Was ist eigentlich Lobbyismus? Es ist die Einflussnahme der Wirtschaft auf die Politik um ihre Interessen zumindest in die Gesetzgebung einzubringen, wenn nicht sogar durchzusetzen.

Warum ist Lobbyismus in unserem Land eigentlich so anrüchig und in großen Teilen der Bevölkerung verpönt? In den USA gibt es ca. 10-12.000 Lobbyisten die in Washington die Interessen ihrer Firmen vertreten und dort hat man keine derartigen Probleme mit ihm, wie bei uns.

Dazu muss man wissen, dass man dort über jeden einzelnen Bescheid weiß, welche Firmen und welche Interessen vertreten werden, sowie an welchen Gesetzen mitgearbeitet wurde.

Das heißt also, es herrscht Transparenz.

Und genau damit hapert es bei uns. Wir haben bei uns eine Hinterzimmer Mentalität entwickelt. Möglichst alles geheim zu halten. Die Öffentlichkeit soll gar nicht erst wissen, wer bei bestimmten Gesetzen mitgewirkt hat und wessen Interessen da mit eingeflossen sind. In dieser Grauzone fließen auch Gelder in dunkle Kanäle, das ist ja zur Genüge bekannt und auch aufgedeckt worden.

Wenn diese Geheimniskrämerei endlich beendet würde, man wüsste welcher Lobbyist welche Firma vertritt und an welchen Gesetzen mitgearbeitet wurde, wäre es transparent. Es muss ja nicht immer zum Schaden der Bevölkerung sein. Es gibt sicherlich auch berechtigte Interessen der Wirtschaft auf bestimmte Gesetze Einfluss zu nehmen.

Wenn es tatsächlich diese Transparenz gäbe, würde es dem Lobbyismus die Schärfe und Anrüchigkeit nehmen und die Öffentlichkeit wäre über alle Schritte die die Wirtschaft in dieser Richtung unternimmt informiert. Die Gefahr die viele in ihm sehen wäre ebenfalls gebannt, denn gefährlich kann eigentlich immer nur das geheime und unbekannte sein!

Es wäre ein Schritt in die richtige Richtung und eigentlich müsste auch die Wirtschaft ein Interesse daran haben sich nicht mit dem Hauch der Unanständigkeit zu umgeben.

Denn, machen wir uns nichts vor, Lobbyismus wird es weiterhin geben, aber wenn die nötige Transparenz (und darauf kommt es eigentlich an) herrscht, wird er eines Tages zum normalen politischen Leben gehören.

Es wäre auch ein Beitrag um zu einer politischen Kultur zu finden von der wir noch meilenweit entfernt sind.

Denn was wir in den letzten Jahrzehnten erlebt haben war eher der Untergang jedweder politischen Kultur.

Wir erleben eine Politik, die, wenn man ihr Mittelmass bescheinigt, noch gut dabei weg kommt!


Auch in der Politik braucht man eine gewisse Art von Kreativität die ich aber zur Zeit in keiner der etablierten Parteien sehen oder erleben kann, leider!

Beitrag von W. K.

Samstag 06.08.2005 14.00 Uhr

Hedge Fond

Woher kommt der Name?

Hedge - bedeutet Einfriedung Hecke. So ist er nach außen abgeschirmt. In England war er !949 gegründet worden. Alfred Winslow Jones - heißt der Manager der diesen Fond gründete Er kaufte Anlagen unter dem Wert. Wie er sie verkaufte, damit Gewinn erzielt wurde, das ist auch heute noch so. Der US Hedge Fond wurde 1987 gestartet, John Blind, Mitbegründer von APT.

Die Mehrheit der Hedge Fonds sind ihrer Rechtsform nach entweder Kommanditgesellschaften nach US-amerikanischem Recht oder Offshore-Aktiengesellschaften.

So arbeitet das Management des Hedge Fond

(Zitat aus Börsennotruf)
„Auf fallende Kurse wetten:
Der Fondmanager betätigt sich als Short Seller (Leerverkäufer), d.h. er verkauft geliehene Aktien oder Anleihen um sie später wieder billiger zurückzukaufen. Steigen allerdings die Kurse unerwartet schnell, läuft er dem Kurs hinterher.
Er kann auch mit einer Put Option auf sinkende Kurse setzen. D.h. fällt während der Laufzeit der Basiswerte, gewinnt der Optionsschein an Wert. Auch hier hat er die Möglichkeit, selbst bei fallenden Kursen Gewinne zu erzielen.
Auf steigende Kurse wetten:
Über Call Optionen kann der Hedge Fond-Manager auf steigende Kurse setzen und besonders über den Optionsscheinhebel hohe Gewinne einzufahren. D.h. steigt während der Laufzeit der Basiswert, gewinnt der Optionsschein an Wert. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals muss beim Optionsscheinhandel jedoch immer mit einkalkuliert werden.“

Was stellt der Hedge Fond dar?

- In Beiträgen, die in unserem offenen Forum stehen ist es nachzulesen.

14. Juli 2005
Merz (CDU) hat es geschafft
Aufsichtsrat der Börse Hat sich neu formiert
Die TAZ meldet heute, das der Hedge Fond nun auch an der Börse gesiegt hat. Sie haben einen Sitz im Aufsichtsrat der Börse in Frankfurt. Sie melden weiter - Dass Friedrich Merz CDU Politiker einen Sitz im Aufsichtsrat hat. Zitat aus der TAZ -
„Die Bosse der angelsächsischen Hedge Fonds, die sich in die Deutsche Börse AG eingekauft haben, gehen als Sieger aus dem Machtkampf mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat des prosperierenden Unternehmens hervor. Seit gestern sitzen ihre Vertreter neu im Aufsichtsrat. Es sind der CDU-Politiker Friedrich Merz, der Exinvestmentbanker Kurt Viermetz, der ehemalige Goldman-Sachs-Manager Richard Hayden und der frühere WestLB-Vorstand Gerhard Roggemann. Die vier wurden am Dienstag vom Amtsgericht in Frankfurt am Main auf Antrag des "alten" Aufsichtsrates bestellt."

31. Mai 2005
Hedge Fond - “Heuschrecken” bedrohen die Volkswirtschaft
800 Millionen Jahresverdienst verzeichnen die Manager dieses Fonds für sich. Das betrifft aber nur die sogenannten “Großen Tiere. für Kleinaktionäre trifft das nicht zu.
Der Fond macht Werbung für sich in mehreren großen Zeitungen. Diese Werbung wird von der DVAG geschaltet. Sie verdienen wohl nicht genug - “die armen Manager” - es muss mehr werden. Da sind die kleinen Anleger gefragt, die bringen das unkontrollierte Geld.
Wie lange gibt es diesen Fond?
Den Fond gibt es schon länger. Report Mainz sagt 2003 - Finanzminister Eichel wird den Hedge Fond in Deutschland zulassen. Prof. W.Filc (Uni Trier) warnt in dieser Sendung vor dem Hedge Fond. “... das bleibt nicht im Bereich der Finanzmärkte stecken, sonder kann überschlagen auf Arbeitsmärkte, auf Unternehmen, kann zu Insolvenzen führen und zu Arbeitslosigkeit.”
Seit 2004 ist der Hedge Fond auch in Deutschland zugelassen. Das Gesetz hierzu wurde von Eichel am 1. Januar 2004 - Investmentmodernisierungsgesetz - in Kraft gesetzt.
Was stellt der Hedge Fond dar?
Dieser Fond stammt ursprünglich von den Engländern. Für die Anleger, hauptsächlich Großanleger, wirft er zur Zeit gute Rendite ab. Aber was bedeutet es für die Arbeiter und Angestellten?
Wenn eine Insolvenz oder eine Schließung eines Betriebes bevorsteht, haben sehr oft ein oder mehrere Manager des Hedge Fond die Finger im Spiel. Beispiel eines Kaufs (in einfachen Worten, dass jeder diesen Fond versteht) -

Von 100% Kaufsumme bezahlen das Management 30%. Für die restlichen 70 % nehmen sie einen Kredit bei einer Bank auf. Die Arbeiterzahl wird auf ein Minimum gesenkt. Den Kredit und die notdürftigen Erneuerungen des Betriebes, sprich Reparaturen sowie die Gehälter für die Manager müssen diese Arbeiter erwirtschaften. Wenn die Belegschaft es nicht schafft, diesen Teil zu erwirtschaften, müssen Billigarbeiter her. Arbeiter müssen für einen geringeren Lohn arbeiten oder werden entlassen.
Die Manager jonglieren mit dem Hedge Fond. Sie überfordern so manches Mal den Fond, indem sie mehr ausgeben, als sie einnehmen. Das Eigenkapital nimmt ab und wird, damit es Rendite bringt, von den Managen überansprucht. Ein Betrieb, der keine Rendite bringt, wird verkauft. Arbeiter werden , wie es so schön von den Gewerkschaftern heißt, frei gesetzt. Kurz gesagt, sie werden arbeitslos.
Warnung vor diesem Fond -
Es wird gefordert, dass dieser Fond mehr kontrolliert wird. Die CDU und die FDP lehnen eine Regulierung - Kontrolle des Hedege Fond ab. Ich denke, dass die Heuschrecken von Müntefering auf diesen Fond besonders abzielen. Es wird vor solchen aggressiven Managern gewarnt. Sie wenden die Unehrlichkeit und die Ellenbogenmentalität - Rücksichtslosigkeit - an.
Die deutsche Börse will sich bei der Strategie dieses Fond nicht einmischen. (- laut Aussage Finanzial Times vom 30.05.2005)
Kann man so der Zukunft noch trauen? Es wird die aggressive Sklaverei im moderneren Stil wieder aufgenommen. Sie werden mehre Jobs für ihren Unterhalt aufnehmen müssen, falls vorhamden

30. Juni 2005
Leider Gegenwart
Es geht wieder einmal um den HEDGE FOND. Das Manager Magazin schrieb im Heft 6, Seite 64 dass die Angst in deutschen Chefetagen umgeht.
In Deutschland dürfte der Name Paul Singer in den Chefetagen und überhaupt ziemlich unbekannt sein. Er leitet die Firma - Elliot Associates. Den Engländern ist sie als sehr aggressiv bekannt und das Wörtchen Angst steht ihr sehr nahe. Elliot drängt andere Firmen in den Konkurs (wie andere Hedge Fonds auch) und wenn das Management nicht so mitmacht, wie es seine Firma will, werden die leitenden Angestellten einfach entlassen. Bald wird auch der Name Paul Singer in Deutschland bekannt. Deutschland ist für diese Firma ein leichtes Spielfeld. Hat doch der Finanzminister trotz Warnung dem Hedge Fond so wie auch dieser Firma von Paul Singer alle Türen geöffnet. Viele Firmen sind auf ausländischem Geld angewiesen. Wie die Firma des Hedge Fond auch heißen mag, sie machen professionell Firmen kaputt, ob groß oder klein, Hauptsache sie verspricht einen hohen Gewinn. Man sieht es an Grohe. Zeigt der Hedge Fond Interesse an einem Betrieb kauft er einige Aktien -ein Paket zwischen 5 und 10 % - und ist dann schon tonangebender Anteilseigner. Der Hedge Fond mischt mit. Haben sie doch einen Fuß in der Tür.
Ausländisches Kapital spielt in den meisten Betrieben eine große Rolle. Unsere Politik macht es ja auch noch einfacher, dass ausländisches Kapital auf den Markt kommt, ja es wird geradezu gefördert. Es betrifft hier alle Parteien. Alle klagen, dass es zu wenig ausländische Investoren gäbe. Am aggressivsten sind die Hedge Fonds, die aus England und USA kommen. Namen der Fonds, die zum Hedge Fond gehören - Elliot; Perry Capital; Stark Investment; Cerberus, Citadel; Angelo Gorden - die Firmennamen sind nicht vollständig. In Deutschland leitet Ansgar Zwick den US-Fond.
Wie es einer Firma und den Arbeitern ergeht, die dem Hedegefond erliegt, ist bekannt

- Was bedeutet der Hedge Fond?

Ich versuche es einmal darzustellen mit einfachen Worten, die jeder verstehen dürfte. Obwohl es nirgends steht, stellt der Hedge Fond - vielmehr der Leiter des Fond in Amerika -, einen Machtfaktor für alle Länder da. Dieser Fond, hinter dem ja Menschen, noch besser - ein
Mensch - steht, wie in vielen Medien zu lesen und zu hören ist, ist er sehr aggressiv. Der oberste Manager heißt Edward Lampert (ESL Investment) er erhielt im Jahr 2004 $1.02 Mrd. und gehört zu den ersten Zehn des Fond. Die nächsten neun erhielten zwischen 670 und 205 Mio. US $. Kann man soviel Geld verdienen?
Aber weiter - Dieser Fond sorgte dafür, dass die Wirtschaft in Brasilien “kein Bein auf die Erde bekam”. Das der Yen in Japan an Wirtschaftskraft verlor und somit den Amerikanern nicht mehr gefährlich werden konnte. Der Hedge Fond genießt Freiheiten, die keine Aktie und kein anderer Fond genießt. Die Vize-Vorsitzenden von CDU und FDP, Rüttgers und Pinkwart, lehnten im Mai 2005 neue Maßnahmen gegen den Hedge Fond strikt ab. - ARD - Börse schreibt über den Hedge Fonds
„Investmentfonds, die bezüglich ihrer Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Beschränkungen unterliegen. Hedge Fonds bieten die Chance auf eine sehr hohe Rendite, bergen aber auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlusts in sich. In erster Linie versuchen Hedge Fonds
Marktineffizienzen aufzudecken, sich entsprechend zu positionieren und bei Korrektur der "falschen Marktpreise" dann die Gewinne einzustreichen„. Hedge Fonds sind eine eigene Kategorie von Anlagen mit der Chance auf ganz besondere Entwicklung. Die Strategie des Fond:

           • Ein Manager kauft beispielsweise an einer Börse kurzfristig unterbewertete Aktien           oder Wertpapiere, um sie gleichzeitig an einem anderenHandelsplatz zu einem höheren Kurs            zu veräußern. Das dann zu einem überhöhtem Wert. Zu diesem überhöhten Wert sorgte           dann der Fond.

Die SPD hat die Arbeit der Manager des Hedge Fond unterbewertet und dem CDU-Politiker Friedrich Merz, dem Exinvestmentbanker Kurt Viermetz, dem ehemalige Goldman-Sachs-Manager Richard Hayden und dem frühere WestLB-Vorstand Gerhard Roggemann den Weg geebnet, ja sogar unwissend den Ausverkauf vorbereitet. Diese neuen Manager des Fond haben ihr Schäflein im „Trockenen“. Es vergeht kaum ein Woche, an dem es nichts neues über diesen Fond zu lesen oder zu berichten gibt. Bei diesem Link kann man noch mehr über den Hedge Fond erfahren

http://www.info-investmentvergleiche.de/informationen-hedge-fonds/hedge-fonds-fachbegriffe.html

Mittwoch 24.08.2005 16.15 Uhr

2. Teil

Ich wurde in der letzten Zeit auch schon oft gefragt, ob ich nun eine Experte über den Hedg-Fond werden möchte. Dazu kann ich nur nein sagen. Aber warnen kann man doch vor den Hedge-Fond. Er ist nun einmal sehr aggressiv. Die an der Spitze dieses Fond stehen (Menschen kann man diese - wohl nicht mehr nennen) haben keine der Kardinaltugenden mehr. Die Tugenden sind ihnen irgendwo abhanden gekommen. Viele eifern ihnen nach. Können die sich noch frei bewegen? Ich habe leider kein Bild von denen, die das meiste Geld gescheffelt haben. Heute gibt es wieder etwas über den Hedge-Fond zu berichten. In den letzten Tagen las ich, dass sehr viel Geld mit den Aktien ins Ausland geflossen ist. Ich konnte dann auch in den letzten Tagen die Meldung lesen: Hedge-Fonds machen Druck und der Smart soll sterben. “Gut was geht es uns an” werden einige sagen. Sie haben das Geld nicht um sich in diesen Fond einzukaufen. Mit den Wenigen Anteilen, die sie auch erwerben können? Da müssten sich schon mehr zusammentun und dem Fond eine Front zu bieten. Sie wissen ja wie dieser Fond arbeitet. Im ersten Beitrag können sie es lesen. Eine neue Nachricht kam dann von FOCUS. Die Commerzbank verkauft Anteile. Hedge-Fonds greifen zu und Britische Hedge-Fonds haben offenbar Anteile an der Commerzbank aufgekauft. Vor Tagen rechnete schon der Vorstand mit einer Übernahme. Das alles spielt sich nicht erst seit gestern und heute ab. Eine Zeitung schreibt von Hypo, Commerzbank & Co. Auch bei der Hypobank mischt nun der Hedge-Fond mit. Der Nervenkitzel wird leider von vielen, die mit Geld spielen, geliebt. Man könnte es auch pervers nennen. Aber hier trifft es zu - jedem Tierchen sein Pläsierchen -. Diese Menschen verlieren und gewinnen Geld - etwas anderes nicht. Der Hedge-Fond wirbt in den verschiedensten Zeitungen für sich. Er hat auch Tochterfirmen, die sich bei dem Fond gut aufgehoben fühlen. Der Unterschied zu den anderen Fonds besteht auch darin, dass Fondsmanager sich die Wertpapiere bei anderen Großaktionären gegen eine Gebühr ausleiht. Kurze Zeit später verkauft der Großaktionär die Papiere wieder. Dadurch entsteht ein Kursdruck: Der Preis der Papiere sinkt. Nun werden diese Papiere (Aktien) zum niedrigen Preis wieder angekauft und dem Entleiher wieder zurückgegeben. FOCUS schreibt dazu

Die Verwalter des Hedge-Fonds kaufen nun die Aktien zum niedrigeren Preis wieder an und geben sie an den Entleiher zurück. Die Spanne zwischen Verkauf und Kauf streicht der Hedge-Fonds als Gewinn ein. Im Prinzip handelt es sich also um eine Wette auf fallende Kurse: Steigen die Kurse, macht der Hedge-Fonds einen Verlust.

Wenn der Fondanleger das Spiel verliert, dann ist er eben in das Visier des Hedge-Fonds geraten. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf sieht die Anleger, wegen des hohen Risikos, gefährdet. Markus Straub, stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) in München, kann diese pauschale Kritik nicht teilen. „Der Ruf des Hedge-Fonds sei schlechter als er tatsächlich sei.“ Dorothea Kleine, Referentin der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin, empfiehlt Hedge-Fonds lediglich versierten Anlegern .“ Als Altersvorsorge oder für das langfristige Sparen seien Hedge-Fonds völlig ungeeignet.

Kleinanleger werden vor diesem Fond von allen Seiten gewarnt. Dieser Fond sollte den großen Spielern vorbehalten bleiben. Leider trifft es immer wieder auch den einfachen Arbeiter in den Auswirkungen.

Beitrag von Christel Zank

Sonntag 17.07.2005 19.00 Uhr

Deutschen Gründern fehlt das Geld

Berlin - Deutschland ist bei der Finanzierung von jungen Technologiegründungen ein Entwicklungsland - noch immer gibt es für gute Geschäftsideen im Anfangsstadium kaum Kapital. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Kassel. "Die Lage bei der Frühphasenfinanzierung ist katastrophal, da wundert es nicht, wenn Gründungen von Technologieunternehmen ausbleiben", sagte Klaus Nathusius, Gründungs-Professor und Autor der Studie.

Nach seiner Hochrechnung investierten sämtliche so genannten Business Angels in Deutschland im Jahr 2003 lediglich 72 Mio. Euro in junge Firmen. Für ein mit den USA vergleichbares Gründergeschehen hätte die Höhe der Investments - die kleinere Einwohnerzahl und die höhere Risikoscheu bereits berücksichtigt - bei über drei Mrd. Euro liegen müssen.

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Samstag 18.06.2005 13.00 Uhr

Abteilungsleiter soll 2,3 Millionen kassiert haben

Ein früherer Abteilungsleiter der Wacker-Chemie muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht München II verantworten. Dem 45-Jährigen wird vorgeworfen, bei der Vergabe von Großaufträgen rund 2,3 Millionen Euro an Schmiergeldern kassiert zu haben. Ebenfalls angeklagt ist der Chef eines Unternehmens für Anlagentechnik und Gerüstbau, das offenbar die lukrativen Aufträge zugeschanzt bekam.

Als Chef der Abteilung für Montagen und Fremdfirmenkooperation hatte der 45-Jährige nach Angaben der Staatsanwaltschaft kräftig abkassiert. Das Geld investierte der Mann demnach in Schiffsbeteiligungen und Immobilien. Im Gegenzug erhielt das Unternehmen Aufträge mit einem Volumen in zweistelliger Millionenhöhe. Am ersten Verhandlungstag wollten sich die Angeklagten nicht zu den Vorwürfen der Bestechlichkeit beziehungsweise der Bestechung in besonders schwerem Fall äußern.

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Dienstsg 09.06.2005 21.00 Uhr

Ist die Party der Hedge Fonds vorbei?

09. August 2005 Zwei Jahre brauchte Peter Gilbert, Chef-Investment-Officer des Pensionssystems für die Mitarbeiter des Staates Pennsylvania, um seinen Aufsichtsrat davon zu überzeugen, in das kalte Wasser der Hedge Fonds einzutauchen.

Als der Pensionsfonds 1999 den Sprung wagte, tummelten sich nur wenige große Institutionen in dem Pool des Privatkapitals, der überwiegend von wohlhabenden Einzelpersonen und Familien dominiert war. Doch „wir waren enttäuscht von den Fähigkeiten der normalen Fondsmanager, die Benchmark über einen längeren Zeitraum zu schlagen”, erinnert sich Gilbert.

Enttäuscht von „normalen Fondsmanagern” ...

Dies erwies sich als kluger Schachzug. Hedge Fonds, die inzwischen 20 Prozent der Vermögenswerte des Pensionsplans von Pennsylvania ausmachen, haben dem 26 Milliarden Dollar schweren Pensionsfonds allein 500 Millionen Dollar an zusätzlichem Gewinn gebracht. Im vergangenen Jahr brachten die Investments in Hedge Fonds ein Plus von 15,6 Prozent im Vergleich zu 10,9 Prozent beim Standard & Poor's 500.

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Donnerstag 14.04.2005 14.30 Uhr 

Lohn der Arbeit

Es ist nur wenige Monate her, dass die Politik den gesetzlichen Mindestlohn zu Grabe getragen hat. Jetzt erweckt sie das Reizthema wieder zum Leben. Für sich genommen zweifelsohne ein Fortschritt. Jahrelang drehte sich die Debatte um die Frage, wie die Löhne in Deutschland zu drücken seien, auf dass die Wettbewerbsfähigkeit steige. Nun dämmert den Parteien, was diese wirtschaftspolitische Einseitigkeit anrichtet. Für zwei bis drei Euro die Stunde verdingen sich Gartenbauer, für Hungerlöhne frieren Türsteher nachts vor Vergnügungstempeln. Zu Dumping-Konditionen verhelfen Kosmetikerinnen denen, die es sich leisten können, zu einem schönen Aussehen.

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Donnerstag 13.04.2005 14.30 Uhr

Weit weg von Clements Ziel

Der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit sollte Schwerpunkt sein, kommt aber nicht recht voran Das Ziel ist klar - und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) will sich dafür haftbar machen lassen, dass es auch erreicht wird: bis Ende des Jahres, so der rot-grüne Traum, soll kein Jugendlicher länger als drei Monate ohne Beschäftigung sein. Bis dahin aber ist es ein steiniger Weg. Die Bundesregierung will verhindern, dass die erste Erfahrung von Jugendlichen im erwerbsfähigen Alter die Arbeitslosigkeit ist.

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Freitag 08.04.2005 12.30 Uhr 

Weise spricht von 6,5 Millionen Arbeitslosen

Chef der Bundesagentur für Arbeit räumt erstmals ein, daß die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland weit höher liegt als bekannt von Stefan von Borstel Berlin - Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat öffentlich eingeräumt, daß die tatsächliche Arbeitslosenzahl in Deutschland weitaus höher ist als offiziell ausgewiesen. "Ich hatte nicht den Mut, an dem eingeübten Ritual etwas zu ändern und 6,5 Millionen zu nennen", sagte Weise vor Journalisten in Berlin. "Es sind weitere Arbeitslose in Maßnahmen und weitere, die sich gar nicht mehr bei uns melden", fügte der BA-Chef hinzu.

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Montag 08.04.2005 12.00 Uhr 

Weise kritisiert organisatorische Defizite bei Hartz-Reform

Umbau der Arbeitsämter kein Allheilmittel / Dreiteilung der Verwaltung erschwert Kontrolle / Nürnberger Haushaltspläne wanken. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat die Politik vor Untätigkeit gewarnt. Die tief greifende Neuorganisation, die von der Nürnberger Arbeitsverwaltung bis Ende 2006 bewältigt werden muss, sei "nur der Einstieg". Berlin · 7. April · Der Umbau der ehemaligen Arbeitsämter zu Kunden- und Job-Centern, in denen mehr vermittelt als verwaltet werden soll, "ist kein genialer Wurf", sagte Weise in Berlin. Keiner solle deshalb der Illusion erliegen, dass man danach "wieder zehn Jahre Ruhe" habe. Die Arbeitsagenturen würden am Ende des Umbauprozesses ohne Zweifel die Arbeitslosen individueller betreuen und effektiver vermitteln können. Dennoch seien weiterhin "kontinuierliche Verbesserungen" nötig, damit "möglichst nie mehr eine Radikalreform" wie diese umgesetzt werden müsse.

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Dienstag 05.04.2005 16.30 Uhr 

Miniwachstum beim Wirtschafts-Schlußlicht

Deutschland enttäuscht wieder bei der Wachstumsprognose der EU-Kommission. Auch der BDI sieht geringe Steigerung der Wirtschaftsleistung Brüssel - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf ein Prozent gesenkt. „Wir erwarten jetzt ein Wachstum von gut 1,0 Prozent“, sagte der BDI-Konjunkturexperte Reinhard Kudiß der „Berliner Zeitung“. Bislang ging der Industrieverband von einem Wachstum von 1,5 Prozent aus.

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Dienstag 05.04.2005 16.30 Uhr 

Langzeitarbeitslose reißen tiefes Loch

Aussteuerungsbetrag setzt Agenturen unter Druck / Erfolgreiche Vermittlung bleibt wegen fehlender Jobs schwierig Der Bundesagentur für Arbeit (BA) stehen saftige Strafzahlungen an das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ins Haus. Für nicht vermittelte Arbeitslose wird durch die Hartz-Reformen ein Aussteuerungsbetrag fällig. Dafür hat die BA vorsichtshalber 6,7 Milliarden Euro auf die hohe Kante gelegt. 9857 Euro für jeden Langzeitarbeitslosen (dpa) Berlin · 4. April · Mit dem Aussteuerungsbetrag sollen die Agenturen für Arbeit (AA) unter Druck gesetzt werden. Wird ein Arbeitsloser in zwölf Monaten nicht vermittelt, gilt er als langzeitarbeitslos.

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Dienstag 05.04.2005 16.30 Uhr 

Walter Bau wehrt sich gegen Abwerbungen

Um ein eigenes Straßenbaugeschäft aufzubauen, wirbt Bilfinger Berger angeblich massiv vom insolventen Konkurrenten Walter Bau ab. Das Unternehmen will gegen die «generalstabsmäßige» Aktion vorgehen. Der insolvente Walter-Bau-Konzern |WTB 0,16 0,00%| wirft dem Konkurrenten Bilfinger Berger |GBF 37,40 -0,11%| vor, «generalstabsmäßig» leitende Mitarbeiter der Tiefbausparte Walter Heilit abzuwerben. Dagegen wehrt sich Insolvenzverwalter Werner Schneider juristisch, wie die «Süddeutsche Zeitung» am Dienstag berichtete: Er habe den früheren Walter-Heilit-Manager Alexander von Wilcken bereits eine Abmahnung geschickt. Das Unternehmen plane, die aus seiner Sicht unlauteren Methoden durch eine Einstweilige Verfügung gerichtlich unterbinden zu lassen.

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Montag 04.04.2005 16.30 Uhr 

Der Tagesspiegel

Im UN-Skandal um Korruption beim Programm "Öl für Lebensmittel" sind nun auch deutsche Firmen ins Blickfeld der Ermittler geraten. Die UN-Ermittlungskommission zum Skandal um das Programm „Öl für Lebensmittel" im Irak untersucht auch die Verstrickung deutscher Unternehmen in illegale Geschäfte mit dem Regime des gestürzten Diktators Saddam Hussein. Das bestätigte der Basler Rechtsprofessor Mark Pieth im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Pieth leitet mit dem früheren US-Notenbankchef Paul Volcker und dem südafrikanischen Richter Richard Goldstone die von Kofi Annan eingesetzte Kommission.

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Dienstag 29.03.2005 15.30 Uhr 

Gehalt nach Leistung, Geld oder Anerkennung

Kosten senken. motivieren oder Leistungsträger halten? Wes sich Firmen von einer flexiblen Vergütung erhoffen. Erst kommt die schlechte Nachricht: Die Mitarbeiter eines mittelgroßen, deutschen Dienstleistungsunternehmens sollen künftig 40 Stunden arbeiten statt wie bisher 35, natürlich ohne Lohnausgleich. Ausserdem müssen sie auf 5 Urlaubstage verzichten. Im Gespräch mit der Belegschaft bemüht sich der Geschäftsführer um Schadensbegrenzung und kündigt eine gute Nachricht an: Wir wollen die Vergütung flexibler gestalten und dsmit Leistungsanreize setzen, so dass sich besonderes Engagement für sie auch finanziell lohnt, sagt er.

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Montag 28.03.2005 15.30 Uhr

Schröder ruft Unternehmen zu Investitionen auf

Mit der Agenda 2010 seien dafür optimale Voraussetzungen geschaffen worden, so der Kanzler. Die Grünen kritisieren Steuersubventionen für Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat an die Wirtschaft appelliert, für mehr Wachstum und Beschäftigung in Deutschland zu sorgen. Mit der Reformagenda 2010 habe die Bundesregierung dafür allerbeste Voraussetzungen geschaffen, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“. Zudem habe er in seiner jüngsten Regierungserklärung weitere Maßnahmen angekündigt. Nun seien die Unternehmen am Zug.

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Montag 28.03.2005 15.30 Uhr 

Deutsche Unternehmen; Entlassungen trotz Gewinn

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Unternehmen in Deutschland aufgefordert, ihren Anteil am Wirtschaftsaufschwung zu leisten.
Die Bundesregierung habe mit der Reformagenda 2010 den Unternehmen allerbeste Voraussetzungen geschaffen, sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag.
„Wir haben die Steuern für Bürger und Unternehmen gesenkt. Wir haben die Lohnzusatzkosten verringert. Wir haben Einstellungshemmnisse beseitigt. Im Ergebnis sind die deutschen Unternehmen konkurrenzfähiger als jemals zuvor“, erklärte der Kanzler.

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Montag 28.03.2005 15.30 Uhr 

Sanierung von Karstadt-Quelle stockt. Die Sanierungsbemühungen des Handelskonzerns KarstadtQuelle n gestalten sich angeblich schwierig.

Wie die Zeitung „Welt am Sonntag” berichtete, hat der Handelskonzern Probleme, einen Käufer für ein weiteres zur Veräußerung stehendes Logistikpaket zu finden. Unternehmenssprecher Jörg Howe wies dies als „pure Spekulation” zurück: „Wir sind mit dem Verkauf voll im Plan”, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Die „Bild am Sonntag” berichtete, Konzernchef Christoph Achenbach gerate offenbar immer mehr unter Druck.

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Donnerstag 24.03.2005 10.00 Uhr 

Deutsche arbeiten wieder länger

Umkehr eines historischen Trends trotz Rekordzahl bei Teilzeit Trotz steigender Teilzeitbeschäftigung stehen die Deutschen ihrem Betrieb im Schnitt wieder länger zur Verfügung. Das Statistische Bundesamt diagnostizierte eine Umkehr des historischen Trends zu kürzeren Arbeitszeiten.

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Donnerstag 24.03.2005 10.00 Uhr 

Kündigungen wegen der wirtschaftlichen Lage

Warum gerade ich?" Ene, mene, mu, und raus bist ... Wenn ein Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen entlassen werden soll, muss der Arbeitgeber darlegen, warum er gerade ihn ausgesucht hat. Was er dabei alles berücksichtigen muss
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Donnerstag 24.03.2005 10.00 Uhr 

Trübe Aussichten für die deutsche Wirtschaft

Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Februar ist unerwartet gesunken. Ifo-Chef Sinn liest aus den Daten Anzeichen für lahmende Konjunktur München - Die Stimmung der Firmen in Deutschland hat sich im März unerwartet verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf 94,0 von revidiert 95,4 Punkten im Februar, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mitteilte

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Dienstag 15.03.2005 18.00 Uhr 

DEUTSCHE FIRMEN ZIEHT ES WEITER INS AUSLAND

15. März 2005 Die Auslandsinvestitionen der deutschen Wirtschaft werden in diesem Jahr auf ein neues Rekordhoch steigen. Dies ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bei 7500 Unternehmen. Vier von sechs befragten Firmen wollen demnach in diesem Jahr im Ausland investieren und dabei teilweise Produktionskapazitäten aus dem Inland verlagern. Von diesen planen wiederum 42 Prozent höhere Investitionen als im Vorjahr. Dabei ist die Kostenersparnis im Vergleich zu Deutschland zweitwichtigstes Motiv.

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Montag14.03.2005 10.30 Uhr

Reichtum und Armut im Jahr 2004

In 47 Ländern der Welt gibt es, laut Forbes-Milliaedärsliste, 691 Milliardäre - Bill Gates, Gründer der Firma Microsoft, hält dabei die Spitze. Sein Vermögen beläuft sich auf 46,5 Milliarden US-Dollar. Ihm folgt Warren Buffet mit 44 Milliarden US-Dollar.
Lakshmi Mittal, der indische Stahlmagnat, nimmt mit 25 Milliarden US- Dollar den 3. Platz ein.
Im Vorjahresvergleich sind 104 Milliardäre hinzugekommen.

Die zehn Reichsten der Welt:

1. Bill Gates (USA): 46,5 Milliarden Dollar - Microsoft-Gründer
2. Warren Buffett (USA): 44 Milliarden Dollar - Investor (Berkshire Hathaway)
3. Lakshmi Mittal (Indien): 25 Milliarden Dollar - Mittal Steel Company (weltgrößter Stahlkonzern)
4. Carlos Slim Helu (Mexiko): 23,8 Milliarden Dollar - Telekommunikation (größter Aktionär des US-Fernverbindungsanbieters MCI)
5. Prinz Alwaleed Bin Talal Alsaud (Saudi Arabien): 23,7 Milliarden Dollar - Investor
6. Ingvar Kamprad (Schweden): 23 Milliarden Dollar - IKEA-Gründer
7. Paul Allen (USA): 21 Milliarden Dollar - Mitbegründer von Microsoft
8. Karl Albrecht (Deutschland): 18,5 Milliarden Dollar - ALDI-Süd
9. Lawrence Ellison (USA): 18,4 Milliarden Dollar - Computerpionier und Chef der Software-Firma Oracle
10. S. Robson Walton (USA): 18,3 Milliarden Dollar Wal Mart

Die zehn reichsten Deutschen:

1. Karl Albrecht (18,5 Milliarden Dollar) - ALDI-Süd
2. Theo Albrecht (15,5 Milliarden Dollar) - ALDI-Nord
3. Michael Otto und Familie (8,3 Milliarden Dollar) - Otto-Versand
4. Susanne Klatten (8,2 Milliarden (Dollar) - BMW
5. Rudolf August Oetker und Familie (7,7 Milliarden Dollar) - Dr. Oetker
6. Reinhold Würth (7,2 Milliarden Dollar) - Würth-Gruppe
7. Adolf Merckle (6,9 Milliarden Dollar) - Ratiopharm, Kässbohrer, Phoenix
8. Stefan Quandt (6,7 Milliarden Dollar) - BMW
9. Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler (6,3 Milliarden Dollar) - INA Schaeffler KG (Kugellager)
10. August von Finck (6,3 Milliarden Dollar) - Privatbank Merck Finck und Co.

Im krassen Gegensatz dazu, der Abstieg vieler Menschen in die Armut.
Sie nimmt fast täglich zu, dass Netz, dass sie auffangen soll wird ebenfalls immer dünner.
Jahrzehntelang galt die Bundesrepublik als Aufstiegsgesellschaft. So wurde sie von Sozialforschern beschrieben. Ein gesellschaftliches System, in dem nicht alle reich waren, aber in der es für alle die Sicherheit gab, dass sie in zehn Jahren mehr besitzen würden als heute. Und die Kinder in zwanzig Jahren noch mehr. Die Bundesrepublik des 20. Jahrhunderts suggerierte ein kollektives Versprechen, dass der Göttinger Soziologe Berthold Vogel so beschrieb: Jedem geht es langsam, aber stetig immer besser.
Im Deutschland des 21.Jahrhunderts gilt diese Einschätzung immer noch. Aber nicht mehr für alle.
Das Land wird in zwei Teile zerschnitten. Niemals vorher waren Reich und Arm weiter voneinander entfernt. Der Wohlstand einer kleinen Gruppe wächst, während auf der anderen Seite die Gruppe der wirtschaftlich schwachen immer größer wird. Der neue Armutsbericht der Bundesregierung sagt aus, dass die wohlhabendsten zehn Prozent der Deutschen, fast die Hälfte des gesamten Nettovermögens besitzen. Zehn Prozent des unteren Teils der Bevölkerung besitzen nichts mehr, außer Schulden.
In Deutschland ist eine neue Unterschicht im Entstehen, zu ihr zählen Menschen aus der Mittelschicht ebeso, wie die derjenigen, die auch schon vorher zu den sozial Schwachen gehörten. Das was sie verbindet, ist die Tatsache, dass sie vom Leben (aus finanzieller Sicht) nicht mehr viel erwarten.
Diese neue Unterschicht, die der Besitzlosen, kann man im ganzen Land antreffen.
Ca. 3 Millionen Haushalte sind in Deutschland überschuldet, vor zehn Jahren waren es 1,5 mal weniger. Durch die Höhe der Schulden bedingt, besteht kaum Aussicht darauf, sie jemals zurückzahlrn zu können. Was vorher Jahrzehnte lang funktioniert hat, arbeiten, Kredite aufnehmen, sich etwas aufbauen, geht plötzlich nicht mehr, weil es keine Sicherheit mehr gibt, ob der Arbeitsplatz morgen noch da ist. Dies geht anderen Berufsschichten, wie Freiberuflern und Selbständigen, nicht anders. Es kann jeden treffen.
Manchmal ist es aber auch die schlichte Tatsache, dass manche Menschebn mit Geld nicht umgehen können.
Die Mittelschicht bröckelt ab. Sagt der Sozialforscher und Überschuldungsexperte Dieter Korczak.


Beitrag von W. K.

Dienstag 01.03.2005

DVAG- Größte Vermögensberatung

Allfinanz- Strukturvertrieb gilt als "Schmuddelkind" der Branche. Er unterhält Drückerkolonnen und arbeitet mit ca. 18.000 Vermögensberatern. "Ein Heer von Nieten" schrieb- Dahm (ehemaliger Mitarbeiter von DVAG) in dem Buch "Beraten und Verkauft" Der Gründer von DVAG war die Gründerfamilie Dr. Reinfried Pohl - 1998 wurde ein Teil von AMB Aachen und Münchener Beteiligungs AG Aachen verkauft. Ein Teil davon an die Generales de France (AGF) Die wiederum sich mit der größten Versicherung Generali (Italien) liierten. Sie besitzen ausserdem 5 % von der Commerzbank. Somit waren sie auch mit der Commerzbank verknüpft. Im DVAG war Friedrich Bohl (nicht zu verwechseln mit Dr. Reinfried Pohl) ein Vorstandsmitglied sowie auch Friedhelm Ost. 98 Zitate wollte Dr. Reinfried aus dem Buch "Das gekaufte Parlament" streichen lassen. Das scheiterte vor dem LG sowie auch vor dem OLG Frankfurt. Der Bundesgerichtshof nahm die Revision nicht an. Es heißt in einem Beschluss vom 15. Oktober 1998. Die Rechtsberatung hat keine grundsätzlihe Bedeutung. Die Revision auch keine Aussicht auf Erfolg. Scwarz beschreibt wohl die Wirklichkeit.

Es gibt noch folgende Verbände die mit Vorsicht zu geniessen sind - OVD; AVVD; HMI; Bonnfinanz. Ebenso Investment Vertriebsgesellschadt IOS Ltd. (Investors Overseas Services Ltd). Sie wurde in Deutschland von dem FDP Vizekanzler Dr. Erich Mende (1963-1966) weitergeführt. Er übernahm den Vorsitz im Verwaltungsrat (IOS Deutschland GMBH). Auf jeder Seite in der man den Namen Investors Overseas Ltd. im Internet anklickt , ist die HypoVereinsbank an erster Stelle zu sehen. 1956 wurde IOS gegründet und 1970 war IOS Pleite, wegen Missmanagement / Börsenzusammenbruch. 1974 gab es dann den grossen Knall, und Pohl gründete die Kompass GMBH , die dann 1983 die Deutsche Vermögensberatung AG war. Das alles ist nachzulesen in dem Buch "Das gekaufte Parlament" von F. Schwarz. 1995 spricht Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl zur Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Kohl wischt Kritiken beiseite, lobt, ermutigt, motiviert, (so die Zeitschrift Cash). Kohl: Der eine oder andere kann hier eine Anleihe nehnmen, wie man`s macht. Von solchen Männern und Frauen lebt die Zukunft unseres Landes. -Zitat- Bund der Versicherten warnt vor "Deutschen-Deutsche-Bank-Vermögensberatern"

Fazit- Das ist nur ein Bruchteil aus der Verflechtung der Wirtschaft, des Geldes und der Politik und das geht schon seit vielen Jahren so. Nichts hat sich gebessert.


Beitrag von C. Z.

Freitag 25.02.2005

Verflechtungen von Politik und Wirtschaft

Die Banken greifen massiv in die Gesetzgebung ein (durch die hohe Staatsverschuldung wird es ihnen leicht gemacht). Immer mehr Gesetze tragen ihre Handschrift. Im Finanzministerium arbeiten Mitarbeiter der Banken aktiv an der Gesetzgebung mit. Sie vertreten naturgrmäß wohl kaum die Interessen der Bürgerinnen und Bürger (Verbraucher), sondern gehorchen nur ihrem obersten Ziel = "shareholder value" (zu deutsch "Wert für den Aktionär").

Wir müssen daher dafür sorgen das Gesetze ausschließlich zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger (auch der Unternehmen) gemacht werden. Nicht allein die wirtschaftliche Macht darf über unser Leben bestimmen.

Die Öffentlichkeit wird seit einiger Zeit über einen grossen Immobilienbetrug unterrichtet an dem die Banken auch federführend beteiligt waren und immer noch sind.

Grosse Unternehmen und Konzerne geben sich in Berlin die Klinke in die Hand um Gesetzen eine bestimmte Richtung zu geben. Dies alles nutzt nur den Interessen der Konzerne die hohe Gewinne einfahren und trotzdem Arbeitnemer in großer Zahl entlassen, aber nicht den "normalen" Bürgerinnen und Bürgern, die sich jeden Tag auf’s neue Sorgen um ihren Arbeitsplatz und ihre Rente machen müssen. Darum sind wir für eine Grund-Rente und auch die Krankenversicherung soll durch eine Grundversicherung abgefangen werden, amerikanische Verhältnisse sind für unser Land nicht geeignet.


Beitrag von C. Z., K-H. A., W. K